BEITRAGSGERECHTIGKEIT FÜR FAMILIEN  
   IN DEN SOZIALVERSICHERUNGEN  

 
 
Der Familienbund strebt mehr Familiengerechtigkeit in den Sozialversicherungen an. Dafür haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Familienverband den Weg einiger Familien durch die Instanzen der Gerichtsbarkeit bis zum Bundesverfassungsgericht begleitet. Darüber hinaus wurden über 2.000 Familien motiviert, Widerspruch gegen die Höhe ihrer Sozialversicherungsbeiträge einzulegen.

Ziel dieser Kampagne unter der Überschrift "Wir jammern nicht, wir klagen!" war es, ähnlich wie beim Steuerrecht auch bei den Sozialversicherungen Kinderfreibeträge einzuführen.
 
Denn Eltern mit minderjährigen Kindern zahlen de facto doppelt in die Sozialversicherungen ein:  
Sie zahlen nicht nur Geldbeiträge in die Renten-, Kranken- und 
Pflegeversicherung ein, sie sorgen durch die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder überhaupt erst für die Zukunftsfähigkeit des solidarischen Generationenvertrags. Ohne die Beitragszahler:innen von morgen würden unsere Sozialsysteme nicht funktionieren.
 
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im Jahr 2022 folgte dieser Argumentation in der Renten- und Krankenversicherung nicht. Aber: 
 
 

In der Pflegeversicherung hat das Gericht den Familien Recht gegeben!

Dadurch bezahlen Millionen Familien seit August 2023 weniger Pflegeversicherungsbeiträge - im Durchschnitt 150 Euro weniger pro Jahr und Kind!

 
 
Ob wir das Ziel der Beitragsgerechtigkeit für Familien in der Renten- und der Krankenversicherung auch noch erreichen können, bleibt ungewiss. In jedem Fall halten wir es für notwendig, uns weiter zu engagieren. Im Familienbund fordern wir weiterhin eine strukturelle Reform der Sozialversicherung, die die Erziehung von Kindern gerecht bewertet!   

Sehen Sie sich auch unsere beiden Erklärfilme zum Thema an:

  

Erklärfilm Elternklagen

  

Erklärfilm Mythos Beitragsfreie Krankenversicherung

 
 

 
…zur Beitragsgerechtigkeit für Familien in der gesetzlichen Renten-, Pflege- und Krankenversicherung
 
  1. Vorgeschichte

    Quelle: [Quelle: FB]

  2. 2004 / 2005
    Einspruchaktion „Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungen“

    Quelle: [Quelle: FB]



  3. 2006 / November und 2007 / Mai und Juni
    Klagen beim Sozialgericht Freiburg
  4. 2010 / Mai und Juni
    Urteile des Sozialgerichtes Freiburg
     
  5. 2010 / November
    Berufung zum Landessozialgericht Baden-Württemberg

    Quelle: [Quelle: FB]

     
  6. 2012 / Januar
    Erste Urteile des Landessozialgerichtes Baden-Württemberg

    Quelle: [Quelle: FB]

     
2012 / März
Ergänzende Berufung zum Landessozialgericht

2012 / April
Drittes Urteil des Landessozialgerichtes

Quelle: [Quelle: FB]

 
2012 / Oktober

2015 September
 


2015 Dezember


2016 März


2022 Mai
 


Der demografische Wandel macht uns bewusst, dass unsere Alterssicherung ohne Kinder keine Chance hat. Doch Familien werden in der gesetzlichen Renten versicherung benachteiligt: Eltern und Kinderlose mit gleichem Einkommen zahlen Rentenbeiträge in gleicher Höhe, obwohl Eltern zusätzlich für ihre Kinder und damit für künftige Beitragszahler sorgen. Eltern – vor allem Mütter – die für die Kindererziehung im Beruf kürzer treten, sind stark von Altersarmut bedroht.  Das ist nicht fair. Familien tragen doppelt zur Rentenversicherung bei.

Mit der Kampagne „Rente sich wer kann“ macht der Familienbund der Katholiken auf die unfairen Spielregeln der Rentenversicherung aufmerksam und fordert:

•  Endlich niedrigere Rentenbeiträge für Eltern!
•  Gleiche Kindererziehungszeiten für alle Eltern!

Wir möchte Sie einladen, über die Spielregeln der gesetzlichen Rentenversicherung nachzudenken und unsere Forderungen für mehr Familiengerechtigkeit zu unterstützen.

Hier finden Sie:
 
 
Sie können das Großspiel (6m x 6m oder 3m x 3m) für Ihre Veranstaltung ausleihen - Informationen unter 0761-5144-203