200 POSTKARTEN FÜR ÖZDEMIR UND HAGEL

16.04.2026 |

Das Ergebnis einer Schreibmaschinen-Aktion der "Initiative Demokratie" führt neuer Landesregierung Aufgaben vor Augen

Freiburg, 16.04.2026. Bezahlbarer Wohnraum, nachhaltige Energiepolitik, gutes Bildungssystem: Auf insgesamt knapp 200 Postkarten zeigen Bürger aus der Erzdiözese Freiburg auf, welche Wünsche und Anliegen von der Landesregierung angegangen werden sollen. Die 194 Postkarten sind in dieser Woche an den voraussichtlichen Ministerpräsidenten Cem Özdemir (Grüne) und seinen wahrscheinlichen Koalitionspartner Manuel Hagel (CDU) geschickt worden. Entstanden sind diese im Vorfeld der Landtagswahl vom März bei einer Schreibmaschinenaktion, die der Familienbund und die Fachstelle Demokratiebildung des Bildungswerks unter der Überschrift „Gruß nach Stuttgart – deine Post an die neue Landesregierung“ durchgeführt haben.
 
Die Anliegen der Menschen
Der „Gruß nach Stuttgart“ macht deutlich, was die Menschen im Land umtreibt. „Ich wünsche mir mehr bezahlbaren Wohnraum“, heißt es auf einer Postkarte. Auf einer anderen wird die Notwendigkeit von mehr öffentlichen Verkehrsmitteln geäußert – und diese sollen möglichst kostenlos sein. Auch um andere Infrastrukturthemen geht es: „Ich wünsche mir, dass Schwimmbäder, Büchereien, zivilgesellschaftliche Initiativen und Begegnungsstätten erhalten bleiben.“ Die Bildung als originäres Landesthema soll von der Landesregierung ebenso passend justiert werden: „Ich wünsche mir ein gutes Bildungssystem, in dem alle Kinder gut begleitet werden.“
 
„Überall, wo wir unsere Schreibmaschine aufstellten, waren sofort Menschen um uns herum“, berichtet Lucia Gaschick, Geschäftsführerin beim Familienbund. „So eine habe ich auch noch auf dem Dachboden, sagte mir eine Frau. Damit war das Eis gebrochen.“ Besonders beeindruckt hat Gaschick, wie Kinder und Jugendliche ihre Wünsche an die Politik in konkrete Worte fassten. „Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass es Familienpreise gibt, unabhängig von der Anzahl Kinder!“ Jemand schrieb: „Ich wünsche mir eine nachhaltige Energiepolitik zum Erhalt unserer Umwelt für unsere Kinder.“ Die Postkarten gäben wertvolle Einblicke in das, was Menschen mit verschiedenen Hintergründen im Gebiet der Erzdiözese Freiburg beschäftigt, heißt es im Anschreiben, das Vertreter und Vertreterinnen des Bildungswerks und des Familienbunds unterschrieben haben.
 
Präsenz in den Koalitionsverhandlungen
Die Postkarten sind nun pünktlich zum Beginn der Koalitionsverhandlungen von Grünen und CDU bei den Fraktionen eingegangen. „Die Anliegen und Wünsche der Menschen sollen im Rahmen der Verhandlungen Aufmerksamkeit und Gehör finden“, hofft Gaschick. „ Wir haben die Verhandlungspartner um Rückmeldung gebeten, wie sie die Anliegen der Menschen in ihrer Politik berücksichtigen werden, und sind nun gespannt auf die Antwort.“
 
 
 
Die Postkarten sollen bei den Koalitionsverhandlungen und dem Regierungswirken Beachtung finden – auf den Weg gebracht wurden diese von Barbara Ehrensberger, Bildungswerk (links) und Lucia Gaschick, Familienbund