Sozial. Und gerecht?!

Brennpunkte der Familienpolitik in der Diskussion

Impulse, Gespräche, Diskussionen
am 18.02.2016
Familienbund Diözesanverband Freiburg
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
AG Sozialrecht im Freiburger Anwaltsverein
 

Sie jammern nicht, sie klagen: Eltern, die auf dem Gerichtsweg Freibeträge in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung erstreiten wollen.
Doch auch die Forderung nach gerechter Behandlung von Frauen in den Sozialsystemen und die Frage danach, ob der Pflegefonds verfassungsgemäß ist, bergen sozialpolitischen Zündstoff. Der Sozialstaat – nur sozial oder auch gerecht?
Die Veranstaltung beleuchtet drei aktuelle Brennpunkte der Familienpolitik:
  • Der Freiburger Familienbund der Katholiken sieht
    viele Eltern in der aktuellen Erziehungsphase am Rand des finanziellen Ruins – und ihre Kinder in der Falle zukünftiger Lasten. Er führt deshalb Musterklagen zur Beitragsgerechtigkeit in der Pflege-, Renten- und Krankenversicherung. Der  vorgezeichnete Weg zum Bundesverfassungsgericht ist steinig. Stephan Schwär und Georg Zimmermann begleiteten den Prozess vor dem Bundessozialgericht und berichten von der mündlichen Verhandlung und dem Urteil vom 30.09.2015
  • Die Professorin des Rechtes der sozialen Sicherung
    Dr. Anne Lenze aus Darmstadt sieht "Beitrags-gerechtigkeit als Genderpolitik“. Eltern müssen in die Lage versetzt werden, ihre Unterhaltspflicht zu erfüllen, und das geht nur – völlig geschlechts- und familienformenneutral – durch Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungen.
  • Der Sozialrichter a. d. Dr. Jürgen Borchert sieht einen „Elternaufstand“ als überfällig, denn auch der neue Pflegevorsorgefonds zwingt Eltern dazu, die gleichen Beiträge zu zahlen wie Kinderlose. Die Politik vergisst schnell – schon im April 2001 hatte das Bundes-verfassungsgericht genau das für verfassungswidrig erklärt.
Nähere Informationen und Anmeldung siehe Flyer im Download!
 
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