Kinderlosensteuer
Familienbund der Katholiken Diözesanverband Freiburg, Landesverband Baden-Württemberg
Pressemitteilung - Freiburg, den 1.03.2012
Familienbund stellt sich in der Diskussion um zusätzliche Steuern für Kinderlose an die Seite der Eltern
Hintergrund: Seit einigen Tagen hebt – wieder einmal – die Debatte an, ob Kinderlose einen Steuerzuschlag entrichten sollen, um die Sozialversicherungssysteme demographiesicherer zu machen. Heftiges Rauschen im Blätterwald, Kommentatoren und Politiker – männliche und weibliche – sprechen je nach Ideologie von „Bestrafung Kinderloser“ oder von „überfälligem Ausgleich“. Auf jeden Fall wird auf die jeweils andere Gruppe eingeprügelt.
Der Familienbund der Katholiken begrüßt zunächst die Diskussion. „Schon lange vertritt der Familienbund die Auffassung, dass Eltern im Sozialversicherungsrecht massiv benachteiligt sind, das wird auch durch Urteile des Bundesverfassungsgerichts und die Untersuchungen namhafter Wissenschaftler/innen bestätigt.“, so der Vorsitzende Stephan Schwär. „Nicht umsonst gehen wir in Musterklagen juristisch gegen die Beitragserhebung vor.“
Kein Verständnis hat der Familienbund allerdings für die Verunglimpfung des jeweiligen Gegenübers in der Debatte. „Es geht nicht darum, andere für ihre Lebensentscheidungen zu kritisieren oder abzuwerten. Es geht nur darum, dass jeweils die Folgen für diese Entscheidungen nicht den anderen aufgebürdet werden.“, so Schwär. „Das bedeutet, dass die Sozialversicherungen umgebaut werden müssen, um den massiven Geldfluss von Eltern zu Kinderlosen zu stoppen.“ „Es geht nicht gegen Menschen, die keine Kinder haben – aus welchen Gründen auch immer – es geht um Gerechtigkeit für Menschen, die Eltern sind. Wenn jemand durch das System bestraft ist, dann sind das Menschen mit Kindern.“
Seit Jahren setzt sich der Familienbund für eine gerechte Politik für Familien ein. Die gegenwärtig giftige Debatte ist auch darauf zurückzuführen, dass die Politikerinnen aller Parteien ständig verkünden, was es für Familien an angeblichen zusätzlichen Leistungen und Förderungen gibt, die in Wirklichkeit gar keine sind. So wird Neid erzeugt. „In einem Klima von Halb- und Unwahrheiten ist eine konstruktive Auseinandersetzung kaum möglich!“, so der Landesvorsitzende Schwär.
Kontakt: www:familienbund-freiburg.de
